Die Schweiz gilt als Wasserschloss Europas. Doch auch hier ist Wasser nicht immer und überall selbstverständlich verfügbar. Häufigere Trockenperioden, steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher und veränderte Niederschlagsmuster stellen das Wassermanagement zunehmend vor neue Herausforderungen.
Wie aktuell das Thema ist, zeigt die derzeitige öffentliche Diskussion. 20 Minuten berichtete am 24. August 2026 unter dem Titel «Das ‹Wasserschloss Schweiz› bröckelt – doch es gibt Lösungen» über zunehmenden Wassermangel und mögliche Lösungsansätze.[1]
Auch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) warnt vor dieser Entwicklung. Gemäss den aktuellen Klima- und hydrologischen Szenarien ist künftig vermehrt mit regionaler Wasserknappheit zu rechnen. Davon betroffen sind nicht nur Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Ökosysteme, sondern auch die Industrie.[2]
Wasser effizienter nutzen
Für zahlreiche industrielle Prozesse ist Wasser unverzichtbar. Es wird beispielsweise zum Reinigen, Kühlen und Spülen oder direkt als Prozesswasser eingesetzt.
Damit liegt in der Industrie gleichzeitig ein wichtiger Ansatzpunkt für einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource: Wasser muss nicht zwangsläufig nach einmaliger Nutzung entsorgt werden.
Je nach Prozess und Anforderungen kann gebrauchtes Wasser aufbereitet und erneut eingesetzt werden. Dadurch lassen sich innerbetriebliche Wasserkreisläufe schaffen, der Frischwasserbedarf reduzieren und Abwasserströme verringern.
Aus Abwasser wird eine Ressource
Welche Aufbereitung dafür notwendig ist, hängt von der Zusammensetzung des Wassers, der erforderlichen Reinheit und dem geplanten weiteren Einsatz ab.
Dafür stehen unterschiedliche Technologien zur Verfügung, beispielsweise Umkehrosmose, Vollentsalzung, UV- und Ozonbehandlung oder Vakuumverdampfung. Je nach Anwendung können verschiedene Verfahren auch miteinander kombiniert werden.
Entscheidend ist dabei ein Perspektivwechsel: Abwasser ist nicht nur etwas, das behandelt und entsorgt werden muss. Unter den richtigen Voraussetzungen kann das enthaltene Wasser erneut zu einer nutzbaren Ressource werden.
Wasser im Kreislauf denken
Die zunehmende Wasserknappheit lässt sich nicht mit einer einzelnen Massnahme lösen. Gefragt sind Lösungen auf verschiedenen Ebenen und ein bewussterer Umgang mit vorhandenen Wasserressourcen.
Als Anbieter von Lösungen für industrielle Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung möchten wir bei Aquaren unseren Beitrag dazu leisten. Wir unterstützen Unternehmen dabei, Wasser effizienter zu nutzen, Abwasser gezielt aufzubereiten und Möglichkeiten zur Wiederverwendung zu erschliessen.
Denn Wasser ist zu wertvoll, um es einfach zu entsorgen.
Quellen
[1] 20 Minuten: Das «Wasserschloss Schweiz» bröckelt – doch es gibt Lösungen, 24. August 2026.
[2] Bundesamt für Umwelt BAFU: Trockenheit – die Schweiz muss ihr Wassermanagement stärken, 20. August 2026.
[3] Netzwerk Anpassung an den Klimawandel: Management der Wasserressourcen hinsichtlich Trockenheit, Empfehlung, August 2026.

